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Sonntag, 20. November 2011

2 Monate später...

Ich habe gerade mein schlafendes Kind gewickelt und dabei über die letzten zwei Monate siniert.
Es war eine wahnsinnige und schöne, gefühlsintensive Hausgeburt, die ich mit drei wundervollen Menschen erleben konnte. Darunter meine Hebamme, mein Partner und eine mir sehr liebe Freundin.
Es waren Momente der An- und Entspannung, der Freude, des Schmerzes und des puren Glückes, als mein Sohn Neo Paññā Kairos Fridolin um 7:23 Uhr am 24. September mit der aufgehenden Sonne aus mir heraus plumpste.
Auf einmal ist da ein kleines Wesen.... und alles ist neu.
Alles ist anders.

Die vielen Vorstellungen die ich hatte - 
von den Momenten und Handlungen die sich nach der Geburt einstellen würden, wurden bis jetzt gründlich über den Haufen geworfen.
Was mich wieder einmal mehr auf die Basis, das Fühlen zurückbringt. Nicht so viel im Voraus denken, sondern den Moment zu geniessen und in ihm zu handeln.

Es ist eben alles dabei, das volle Programm von Gefühlen, Reaktionen und Reflektionen. Jeder Tag gibt mir die Möglichkeit des Lernens, Wachsens und Erlebens.
Mein Kind zu geniessen...in allen Lebenslagen:)  - Ich liebe ihn! -

Ich schaue ihn an, wieder und wieder und lächle. Es ist faszinierend und manchmal geradezu überwältigend dass so ein kleiner Schatz jetzt sein Leben mit mir teilt.

 


Freitag, 12. August 2011

Die letzten Wochen....

vor dem "großen" Ereignis,... meiner ersten Geburt! Ich weiss dass täglich viele hundert Frauen auf der Welt Kinder gebären. Doch für mich ist es das ERSTE und ich glaube, egal wie oft dieses Ereignis auch passiert, es ist jedes Mal etwas ganz Besonderes, Einzigartiges, Magisches. Ein kleines Wunder!
Ich bin etwas nervös, aber auch gespannt und freudig wartend. Schaue mir Videos von Hausgeburten an und frage mich ab und an ob durch "meine" Schamregion wirklich ein ganzer Kopf durchpasst (halte sie seit dem immer brav mit Dammmassageöl geschmeidig).
Seit ein paar Tagen bin ich etwas erkältet und gönne mir noch mehr Ruhe. Dadurch hat man auch viel Zeit zum Nachdenken, z.B. "Was macht so ein kleines Wesen den ganzen Tag so im Bauch,..langweilt es sich auch?" Ich meine, viel Möglichkeit zum bewegen ist ja nicht mehr (die Zeiten des Schwimmens und Purzelbäume schlagens im Bauch sind vorbei). Also beschränkt es sich jetzt auf ein paar "Muskelübungen" der Arme (gern mit kräftigem Druck gegen die Leiste) und Beine (kleine Tritte und so was ähnliches wie Farrad fahren:), sowie mehrmal am Tag einen kräftigen Druck des gesamten kleinen Körpers gegen die Bauchwand.
Man ist miteinander verbunden, fühlt sich wechselseitig, traut einander...nur sehen kann man sich noch nicht. Diese Überraschung bleibt bis zu letzt.
Ich bin sehr dankbar dass ich diese Erfahrung machen kann, diese Wochen der Wandlungen, physischen und phsychichen Prozesse, Möglichkeiten, Entbehrungen und Reifung.
Ein Kind auf diese Welt zu bringen ist ein Geschenk und eine große Aufgabe zugleich. Es heisst Verantwortung, Lehre, Schutz und vorallem Liebe. Bedingungslose LIEBE!
I can do this!!


6. Monat


8.Monat